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Caterva Musica – Barockorchester in Westfalen

Vivaldi in der Werkstatt

- 2. Kammerkonzert - online -
Virtuelle Veranstaltung
  • Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden.
2. Mai
17:00 Uhr
|
,

caterva in der Kammer

caterva in der Kammer - Trio

Freuen Sie sich auf ein weiteres Kammerkonzert in der Reihe „caterva in der Kammer“.

Livestream aus der Werkhalle KFZ & Lackservice Bieniek

Johann Georg Linike 1680-1762
Triosonate C-Dur für Blockflöte, Fagott und B.c.
Adagio-Allegro-Adagio Tremulo-Vivace

Giovanni Battista Sammartini ca 1700-1775
Sonate d-moll für 2 Blockflöten und B.c.
Adagio – Allegro – Largo – Allegro

Johann Sebastian Bach 1685-1750
Präludium und Fuge in d-moll BWV 875 für Cembalo

Luigi Merci ca 1695-ca 1750
Sonate a-Moll für Fagott und B.c. op.3 Nr. 6
Allemanda – Adagio – (Allegro)

Georg Phillip Telemann 1681-1767
Sonate d-moll für Blockflöte und B.c.
Affetuoso – Presto – Grave – Allegro

Antonio Vivaldi 1678-1741
Sonate a-moll für Blockflöte, Fagott und B.c.
Largo-Allegro-LargoCantabile-Allegro molto

caterva musica
mit

Susanne Hochscheid – Blockflöte
Rainer Johannsen – Fagott, Blockflöte
Wolfgang Kostujak – Cembalo

Susanne Hochscheid

Programmtext:

Vivaldi in der Werkstatt

Was hat Vivaldi in einer Werkstatt, zumal in einer Autowerkstatt verloren? Erst mal gar nichts, wäre es doch wenn schon, der Gondelbauer oder noch besser die Sänftenwerkstatt, ließ Vivaldi sich doch standesgemäß als berühmter Geigenvirtuose – sicher auch mit seinem Asthma kokettierend – mit der Sänfte die wenigen hundert Meter von seiner Wohnung in die Pieta, seiner Wirkungsstätte über die mitunter widerlich verschmutzen Wege Venedigs tragen.I
m weiteren Sinne haben Vivaldi und seine heute Abend gespielten Kollegen eine ganze Menge mit Werkstatt zu tun. In Werkstätten wird ein Handwerk ausgeführt und Musik war in der Barockzeit ein Gebrauchsgut, das Erfinden und Spielen von Musik eher ein Handwerk als eine Kunst. Freilich ein anspruchsvolles Handwerk. Den romantisch überhöhten Begriff der Kunst als Selbstverwirklichung gab es jedenfalls noch so gut wie gar nicht.
Der angehende Musiker ging bei (s)einem Meister in die Lehre um dieses Handwerk – zu dem selbstverständlich Komposition gehörte – zu erlernen. Musikhochschulen gab es nicht. Auch war das Leben eines Musikers – mit Ausnahme einiger Stars – kein Beruf, von dem es sich besonders gut leben ließ, weswegen viele Musiker noch andere Aufgaben am Hof hatten, Küchenarbeit etc. Nichtsdestotrotz war das technische Niveau teilweise sehr hoch.
Instrumentenbauwerkstätten arbeiteten Hand in Hand mit den Musikern/Komponisten, die wiederum ihre Kompositionen den neuen Möglichkeiten der Instrumente anpassten. So entstand ein fortwährendes Sich- weiter- entwickeln und Erneuern auf allen Ebenen, Musik als Werkstatt.
Nicht umsonst heißt Telemanns – hier kommt die berühmte Ausnahme, Telemann spielte fast alle Instrumente und war größtenteils Autodidakt – letztes selbst vertriebenes Werk 1739/40 Essercizii Musici, musikalische Exerzitien also, aus dem die heute gespielte Sonate in d-moll stammt. In dieser Sammlung von 12 Solo- und 12 Triosonaten zeigt Telemann die ganze Bandbreite seines Könnens in seinem schier unermesslichen Oevre ( er komponierte mehr Werke als Bach und Händel zusammen). Telemann war im deutschsprachigen Raum der „Superstar“, den alle lobten und der 1723 die erste Wahl für das Thomaskantorat in Leipzig war – Bach als vierte Wahl hat die Stelle dann bekommen, nachdem alle anderen abgesagt hatten. Bachs beide Bände des Wohltemperierten Klaviers sind – ähnlich wie Telemanns Essercizii im Kammermusikalischen – eine Demonstration seines Könnens auf dem Klavier . „Zum Nutzen und Gebrauch der Lehrbegierigen Musicalischen Jugend….“ Auch hier wieder die Intention eines Lehrwerkes. Aus dem zweiten Band stammt das heute gespielte Werk.
Sammartini war ein Oboist aus Mailand, der aber 1728 nach London übersiedelte, wo er in Händels Orchester spielte und sich einen Namen als gefeierter Oboenvirtuose machte. Dort werden sich seine Wege sicher mit Luigi Merci gekreuzt haben, über den wenig bekannt ist. Er war ein englischer Flötist (auch unter dem Namen Louis Mercy), sein bis jetzt bekanntes Werk umfasst nur 12 Flötensonaten und 6 Fagottsonaten. Auch hielt er sich viel in der Werkstatt von Thomas Stanesy auf mit dem er die Blockflöte weiterentwickelte. Auch Johann Georg Linike, ein Geiger aus der Mark Brandenburg, zog es nach Anstellungen am Berliner Hof und in Weißenfels 1721 nach London wo er vier Jahre lebte. Danach ging es nach Hamburg als erster Geiger in der Oper und dann bis zum Ende seines Lebens als Kapellmeister an den Hof nach Strelitz, Mecklenburg. Von ihm ist vor allem Kammermusik überliefert.

Auf einen Blick

Veranstaltung:
Vivaldi in der Werkstatt
Datum:
2. Mai
Zeit:
17:00 - 18:00
Anmerkungen:
Livestream über Youtube mit Zoom-Konzerttreff vor und nach dem Konzert in unserem Online-Musikzimmer
Eintritt:
Abendkasse:
Veranstaltungskategorie:
Webseite:
Veranstaltungs-Website anzeigen

Veranstalter

caterva musica e.V.
E-Mail:
info@caterva-musica.de
Veranstalter-Website anzeigen

Auf einen Blick

Veranstaltung:
Vivaldi in der Werkstatt
Datum:
2. Mai
Zeit:
17:00 - 18:00
Anmerkungen:
Livestream über Youtube mit Zoom-Konzerttreff vor und nach dem Konzert in unserem Online-Musikzimmer
Eintritt:
Abendkasse:
Veranstaltungskategorie:
Webseite:
Veranstaltungs-Website anzeigen

Veranstalter

caterva musica e.V.
E-Mail:
info@caterva-musica.de
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